Unermüdlich für Gerechtigkeit

Weinheimer Nachrichten vom 08.02.2018

Die jüngeren Wölflinge der Laudenbacher Pfadfinder besuchten die Robin Hood-Ausstellung in Speyer.

Laudenbach. Während sich die älteren Wölflinge der Laudenbacher Pfadfinder in den letzten Wochen intensiv auf ihr Wölflingsversprechen vorbereitet haben, erfuhren die jüngeren Wölflinge einiges über Robin Hood. Zum Abschluss der beiden Projekte veranstalteten die Wölflinge mit ihren beiden Gruppenleitern Natascha und Christian eine Übernachtung im Gruppenraum mit einem Besuch der Ausstellung „Robin Hood“ im historischen Museum in Speyer und einer Versprechensfeier.

Robin Hood – dieser Name steht wie kein anderer für Mut, Gemeinschaft und die Hoffnung, dass am Ende das Gute siegt. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt sich Robin Hood unermüdlich für Gerechtigkeit ein. Gutgelaunt und listenreich gelingt es ihm und seinen Freunden immer wieder, den habgierigen Reichen Geld abzunehmen, um die Schätze sogleich wieder an Arme und Bedürftige zu verteilen. Dabei kommen den tollkühnen Abenteurern der gekonnte Umgang mit Pfeil und Bogen, ihre Verkleidungskünste und die Unzugänglichkeit ihrer Verstecke im Wald, dem berühmten Sherwood Forest, zugute.

Innerhalb der Ausstellung nahmen die Wölflinge auf dem Turnierplatz an einem Bogenschießturnier teil. Nach der Führung, bei der die Kinder viele Informationen über Robin Hood und wie man in seiner Zeit lebte bekamen, bastelten die Kinder in einem Workshop eine Robin-Hood-Kappe aus Filz. Abends dann legten einige Wölflinge nach dem Gottesdienstbesuch noch ihr Wölflingsversprechen ab. Hierfür erfuhren sie in den vergangenen Wochen jede Menge über: die Geschichte der Pfadfinder, über dessen Gründer Robert Baden-Powell, die Funktion der Kluft und des Halstuches, die Strukturen der DPSG, die Schutzheiligen der DPSG, den Pfadfindergruß, das Pfadfindergesetz und vieles mehr. Aus den Inhalten des ursprünglichen Versprechenstextes und dem Pfadfindergesetz bildeten sich die drei Prinzipien der Weltpfadfinderbewegung heraus, die bis heute Gültigkeit haben: Verantwortung gegenüber Gott, Verantwortung gegenüber anderen und Verantwortung gegenüber sich selbst. Diese drei Prinzipien spiegeln sich sowohl in den drei gestreckten Fingern des Pfadfindergrußes als auch in den drei Spitzen der Pfadfinderlilien wider.

Die Kinder hatten natürlich eigene Versprechenstexte verfasst, in denen das stand, was für sie wichtig ist. Als Ort ihres Versprechens wählten sie die katholische Kirche in Laudenbach und überlegten gemeinsam, wen sie gern bei ihrer Versprechensfeier dabei hätten. Diese wird bewusst feierlich gestaltet, um die Bedeutung und Wertschätzung des Versprechens zu stärken. Schließlich bekunden die Kinder, dass sie zur Weltgemeinschaft der Pfadfinder dazugehören möchten.

Nach der Feier ging es zurück in den Gruppenraum, um dort den Abend ausklingen zu lassen und nach der Grusel-Gute-Nacht-Geschichte die Nachtruhe zu genießen. Am nächsten Morgen räumten nach dem Frühstück noch alle gemeinsam auf, bevor es nach einem erlebnisreichen Wochenende wieder nach Hause ging.


Letzte Änderung: Christian Hoffmann am: 12.07.2018 22:32 Uhr