Baden-Powell

Sein Leben:

B-P wurde am 22. Februar 1857 als Robert Stephenson Smyth Powell in London geboren. Sein Vater starb, als »Stephe« 3 Jahre alt war; er ließ seine Mutter mit 0anderen Geschwistern zurück. Mit 13 trat er in die Charterhouse Schule ein, er war für seine Aufgewecktheit bekannt jedoch nicht als glänzender Schüler. Ein Lehrer schrieb, "Er hat allem Anschein nach das Studium der Mathematik aufgegeben." In einem Wald nahe der Schule dessen Betreten den Schülern streng verboten war, eignete er sich sein großes Wissen über die »Wissenschaft des Waldes« an.

Trotz seines schlechten Schulzeugnisses schloß er die Aufnahmeprüfung der Armee als zweiter ab. Durch seine nächtlichen Erkundungstrips bis an den Rand der feindlichen Lager und seiner vielen anderen Talente machte er sich in der Armee bald einen Namen, seine Feinde nannten ihn »Impeesa« = Der Wolf der nie schläft.

1903 wurde Bi-Pi zum General befördert. Er erarbeitete damals in seinen freien Stunden ein Erziehungsprogramm für die Jugend. Ehe er damit an die Öffentlichkeit trat, erprobte er seine Ideen in der Praxis: 1907 führte Bi-Pi mit 20 Buben aus allen Bevölkerungskreisen auf der Brownsea-Insel ein Zeltlager durch. Es war ein Lager, wie wir es heute noch durchführen.

Nach einer erlebnisreichen Zeit Später entschloß er sich, seine militärische Karriere zu beenden und all sein Wissen und seine Erfahrung für den Aufbau einer Jugendbewegung einzusetzen, die dem Frieden dienen sollte: die Pfadfinderbewegung. 1912 traf er seine zukünftige Frau. Die damals 22 jährige Olave St. Clair Soames. 1920 wurde B-P zum »Chief Scout of the World« ausgerufen. 1930 wurde seine Frau Welt »Chief Guide« Bis er sich in sein geliebtes Afrika zurück zog schrieb er eine menge Bücher und organdisierte die Weltpfadfinderbewegung unter anderem auch die Welt-Jamborees. Er starb am 8. Januar 1941 im Alter von fast 84 in seinem Haus in Nyeri/Kenia.

Seine Weisheiten

Die Pfadfinderische Methode

  • Das Versprechen und das Pfadfindergesetz
  • learning by doing
  • Mitgliedschaft in kleinen Gruppen (z.B. Sippensystem), was – unter Leitung Erwachsener – eine fortschreitende Entdeckung und Annahme von Verantwortung einschließt. Ferner schließt es Übungen ein, die auf Selbstverwirklichung, Verläßlichkeit und die Fähigkeit sowohl zur Kooperation wie auch zur Leitung zielen.
  • Fortschreitende und anregende Programme verschiedener Aktivitäten – basierend auf den Interessen der Teilnehmer -, die Spiele nützliche Fähigkeiten und Dienste für das Gemeinwesen einschließen, die weithin draußen, im Kontakt mit der Natur ihren Platz haben.

Der Pfadfinder Wahlspruch

Der Wahlspruch der Pfadfinder lautet: Allzeit bereit! Er bedeuted, daß du jederzeit geistig und körperlich bereit bist deine Pflicht zu tun.

Geistig »zeit bereit bist du wenn du alles, was du tust, gründlich überdenkst, um im richtigen Augenblick das Richtige zu tun.

Zitate:

  • Wenn dir der Verstand sagt, daß etwas unmöglich ist, antworte: "Nein, nicht unmöglich; ich sehe was sein wird - ich kann es versuchen; ich kann gewinnen, ich kann, ich kann, ich kann, ich kann und ich will!" Und zehn zu eins wirst du Erfolg haben.
  • Sage: "Mach mit", nicht "Fang an", wenn du eine Aufgabe erledigt haben willst.
  • Seid selber im Spiel ehrlich und besteht darauf, daß es auch die anderen sind.

Pfadfinder und Rauchen

Ein ungeschriebenes Pfadfindergesetz lautet: Ein Pfadfinder ist kein Narr, das ist der Grund warum Pfadfinder nicht Rachen. Keiner hat jemals zu rauchen begonnen, weil es ihm schmeckt, sondern nur, weil er entweder fürchtet von anderen Jungen verspottet zu werden, oder weil er dachte, er werde wie ein Erwachsener aussehen, obwohl der in Wirklichkeit dabei nur wie ein junger Esel wirkt.

Bi-Pi’s letzter Brief

Liebe Pfadfinder

In dem Theaterstück »Peter Pan«, das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei, seine Totenrede abzufassen, aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, daß es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzigt sie wohl.

Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, daß jeder von Euch ebenso glücklich lebt. Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darauf glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf, und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, daß Ihr euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal erwachsen sein werdet.

Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheit und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat, Euch zur Freude. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.

Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, daß Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt. Wenn dann Euer Leben zu Ende Geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben. Seid in diesem Sinne »allzeit Bereit«, um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. - Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr erwachsen seit.

Euer Freund
Baden-Powell of Gilwell

Letzte Änderung: Christian Hoffmann am: 13.03.2011 15:26 Uhr